Turbulentes "Faschingsfinale" durch Brand und Sturm

Unterstützung beim Brandeinsatz in Hirschwang am 23.02.

Bereits seit dem 22. Februar brannte in Hirschwang das Lager einer Papier- und Kartonagenfabrik. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Bezirk Neunkirchen wurden bereits alarmiert. Unserem Kommandanten erreichte das Hilfeansuchen der Einsatzleitung, woraufhin sich rasch eine Mannschaft für eine Nachtschicht fand.
Mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug machten sich um 18 Uhr 11 Mann/Frau auf. Vor Ort wurde der Gruppenkommandant der Lage eingewiesen und wir bezogen den zugeteilten Standort. Unsere Aufgabe bestand darin, vom Werkskanal aus Löschwasser anzusaugen und an das Tanklöschfahrzeug der FF Hirschwang und einen Wasserwerfer weiter zu pumpen. Paralell nahmen unsere Mitglieder zwei C-Strahlrohre von einem benachbarten und nicht betroffenen Hallendach vor, um durch den böigen Wind aufflackernde Brände rasch abzulöschen. Bei orkanartigen Böen keine leichte Aufgabe, darum wechselte man die Mannschaft jede Stunde einmal durch. Kurz nach ein Uhr konnten unsere Einsatzkräfte die Gerätschaften zusammenpacken und die Heimreise antreten. Gegen 02:00 Uhr konnte unser Einsatz beendet werden. '
Am nächsten Morgen traf man sich, um die Schläuche einer genauen Reinigung zu unterziehen.
1. Bild: www.einsatzdoku.at

Sturmeinsätzte in Sieding und St.Johann paralell

Gegen 20:45 Uhr wurden wir zur Unterstützung nach Sieding mit dem Hubsteiger alarmiert. Ein Dach soll durch den Sturm abgedeckt worden sein. Innerhalb weniger Minuten rückte der Hubsteiger, gefolgt vom Kleinrüstfahrzeug und dem Kommandofahrzeug mit acht Mann nach Sieding aus. Die Lage stellte sich wie folgt dar: Ein Baum war in eine EVN Leitung gestürzt, wodurch die Stromständer an den Giebeln derart belastet wurden, dass ein Blechdach der Belastung nicht stand hielt und gesichert werden musste. Zuerst wurde mit einem EVN Techniker der Baumteil aus der Leitung entfernt und die bestehenden Hausanschlüsse vor einem Wiedereinschalten kontrolliert. Bei einem Dach waren Sicherungsarbeiten notwendig, die vom Arbeitskorb aus durchgeführt wurden. Die Mannschaft vom Kleinrüstfahrzeug und vom Kommandofahrzeug wurden weiter nach Stixenstein gesendet, wo Bäume die Straße versperrten. Aufgrund des anhaltenden Sturmes wurde allerdings entschieden, die Straße sperren zu lassen. Bis 24:00 Uhr sicherten wir zudem im Ortsteil St.Johann noch ein umgeworfenes Baustellenklo und hingen lose gewordene Dachziegel bei einem Einfamilienhaus wieder ein. Kurz nach Mitternacht konnten wir ins Gerätehaus einrücken und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

Nachwirkungen vom nächtlichen Sturm

Am 24. Feber wurden wir noch zu insgesamt drei Hilfeleistungen nach Sturmschäden alarmiert.
Am Forstnerweg zum Beispiel wurde durch den Sturm ein Kamin umgeweht. Umliegende Eternitdachplatten wurden dadurch beschädigt. Wir rückten mit dem Hubsteiger und den Kleinrüstfahrzeug an. Gemeinsam mit der Spenglerei Stückler aus Ternitz (herzlichen Dank an dieser Stelle für die rasche Hilfe) sicherten wir zunächst den Kamin gegen weiteres Herabstürzen. Als dies geschehen war, bekamen wir einen Einblick in die Tätigkeiten eines Spenglers :)
Das Dach wurde provisorisch aber fachmännisch verschlossen, sodass zunächst keine weitere Gefahr ausgehen konnte. 
Am Nachmittag erreichte uns ein weiteres Hilfegesuch. Unweit des Feuerwehrhauses wurde ein Gartenhaus abgedeckt und die Dachteile waren derart ineinander verkeilt, dass wir die Teile zunächst auseinander trennen mussten. Im Anschluss wurde mit Hilfe von Planen und Latten ein provisorisches Dach gebaut. Auch kleinere Hilfeleistungen wurden in den Tagen nach dem Sturm von uns abgearbeitet. Danke an die Einsatzbereitschaft der Mannschaft.

In den letzten drei Tagen standen wir insgesamt acht Mal bei Einsätzen  für die Bevölkerung bereit.
Dabei fuhren wir mit 11 Fahrzeugen rund 180 Kilometer. Es standen 39 Mann/Frau rund 125 Stunden im Einsatz.